WIE WERDEN FLUGLOTSEN IN ZUKUNFT DEN FLUGVERKEHR MANAGEN? Wir müssen Lösungen entwickeln, welche Fluglotsen in die Lage versetzen, auch den weiter zunehmenden Flugverkehr sicher zu kontrollieren

dfs conceptdesk . copyright 2015 . dfs - deutsche flugsicherung, hochschule osnabrück

Wie werden Fluglotsen in Zukunft arbeiten. Wie werden sie mit der Technik interagieren, wie mit den Piloten, dem Bodenpersonal, wie untereinander?

Das CONCEPTDESK dient hier als experimenteller Arbeitsplatz, um zukünftige Interaktionsformen zu testen, zu evaluieren und zu diskutieren. Es stellt aufgrund der Integration neuartiger Interaktionsformen ein technisches Setup zur Verfügung, welches zur Konzipierung innovativer HCI Szenarien geeignet ist. Es verfügt darüber hinaus aber auch über eine prototypische Software zur Kontrolle des Flugverkehrs.

Das CONCEPTDESK repräsentiert durch die integrierte Hard- und Softwarelösung einen funktionsfähigen prototypischen, konzeptionellen Arbeitsplatz – als Grundlage für die Entwicklung zukünftiger Mensch-Maschine-Schnittstellen.

WARUM INTERAGIEREN WIR MIT DIGITALEN ARTEFAKTEN SO WENIG INTUITIV? Der Flugverkehr läuft in einem realen dreidimensionalen Raum ab -
das technische Interface sollte dies unterstützen

Der CONCEPTDESK verbindet eine integrierte Arbeitsplatzlösung mit einer adäquaten, ergonomischen Interaktion.

Existierende Work-Environments bestehen zumeist aus einer Vielzahl eigenständiger HMI Lösungen und weisen  entsprechend unterschiedliche Interaktionsparadigmen auf.

Der CONCEPTDESK weist ein konsistentes HMI auf. Erstmals können zahlreiche für das Flugverkehrsmanagement relevante Interfaces in ein System integriert werden. Zugleich unterliegt auch die Bedienung einheitlichen Paradigmen. Ein Wechsel der Interaktion zwischen hochfrequent genutzten Systemen findet nicht statt. Eine intuitive und effiziente Interaktion mit den Arbeitsmitteln ist durch den CONCEPTDESK möglich.

Der CONCEPTDESK dient primär der Untersuchung des Arbeitsplatzes eines Center-Lotsen. Die prototypische Arbeitsplatzumgebung versorgt die Lotsen mit allen für die Routenplanung notwendigen Informationen und ermöglicht eine direkte Modifikation der aktuellen und zukünftigen Flugrouten der unter seiner Kontrolle befindlichen Flugbewegungen.

Um dies sicher gewährleisten zu können, präsentiert der CONCEPTDESK darüber hinaus zahlreiche aktuelle Informationen (Wetter, Status der der Flughäfen, etc.). Der gesamte Arbeitsplatz ist durch den Lotsen individuell konfigurierbar.

Der CONCEPTDESK wird komplett über Touch-Input bedient. Alle Bedienelemente sind darauf hin optimiert. Ergänzt wird das System durch eine Funkverbindung, sowie ein Hardwarekeyboard (Fallback Lösung).

Die Hardware des Arbeitsplatzes besteht aus einer Visualisierungs- und Interaktionseinheit (Tischoberfläche) und einer Anzeigeeinheit (vertikaler Monitor). Die Tischoberfläche wird durch eine Rückprojektion mit Daten gespeist.

Aufgrund des Umstandes, dass bestimmte Arbeitspositionen mit zwei Personen im Team bearbeitet werden, ist der CONCEPTDESK als Steharbeitsplatz für 1-2 Personen ausgelegt.

EIN PROTOTYP FÜR DEN STANDARD DER ZUKUNFT Um einen Überblick des Gesamten zu haben,
benötigt man mehr als viele Information

Die Interaktion mit dem CONCEPTDESK erfolgt im Normalfall zu 100% intuitiv über TouchInput. Alle Interaktionen (Modifikation der Flugrouten, Speed, Hight, etc.) werden direkt über Touch (Stift oder Finger) durchgeführt.

Das Interface ermöglicht es den Lotsen die Arbeitsfläche frei zu konfigurieren: So können situativ weniger relevante Daten in den vertikalen Sichtbereich übergeben  oder aus diesem in die Horizontale gezogen werden. Auch dieser Bereich kann von dem Lotsen frei arrangiert werden.

Bei hochfrequenten numerischen Eingaben oder bei Bedarf direkter Kommunikation mit den Piloten können Keyboards oder Mikrophon eingesetzt werden.